Matthew Sonnenberg, nationaler Programmleiter des Programms „Spill Response and Environmental Claims Management“ bei EFI Global, sprach kürzlich über neue Entwicklungen im Bereich PFAS und machte dabei auf eine wachsende Herausforderung aufmerksam, deren viele Organisationen sich möglicherweise noch nicht vollends bewusst sind – die Exposition gegenüber flüchtigen PFAS-Verbindungen über die Luft. Angesichts des ständigen wissenschaftlichen Fortschritts helfen diese Erkenntnisse Unternehmen, Immobilienbesitzern und Risikomanagern dabei, besser zu verstehen, wo versteckte Risiken bestehen könnten und – was noch wichtiger ist – wie man ihnen begegnen kann.
Bislang standen bei den Bedenken hinsichtlich PFAS vor allem die Verunreinigung von Wasser und Boden im Mittelpunkt. Flüchtige Verbindungen verhalten sich jedoch anders: Die Exposition erfolgt häufig über die Luft, oft durch Alltagsgegenstände und Staub in Innenräumen. Diese Verlagerung erweitert die Diskussion über die Einhaltung von Umweltvorschriften hinaus und umfasst nun auch die Raumluftqualität, die Sicherheit am Arbeitsplatz und den Gebäudebetrieb – Bereiche, in denen eine proaktive Bewertung einen entscheidenden Unterschied bewirken kann.
Auch wenn die Forschung noch im Gange ist, steht fest, dass das Abwarten auf verbindliche behördliche Vorgaben keine Strategie ist. Stattdessen verfolgen Unternehmen einen proaktiveren Ansatz, indem sie die Standortgeschichte auswerten, potenziell PFAS-haltige Materialien identifizieren und Überwachungsprogramme einführen, um ihre Risikoexposition besser einzuschätzen. Praktische Strategien zur Risikominderung sowie Arbeitsschutzprogramme können die potenzielle Exposition erheblich reduzieren und gesündere Räume für Mitarbeiter und Nutzer schaffen.
Die Schlussfolgerung ist klar: Das PFAS-Risiko entwickelt sich weiter, lässt sich jedoch mit dem richtigen Fachwissen und dem richtigen Ansatz bewältigen. Ob es nun darum geht, Altlasten zu beseitigen, die Raumluftqualität zu bewerten oder auf einen möglichen Austritt oder eine Kontamination zu reagieren – entscheidend ist ein klarer Plan, der auf Daten und Erfahrung basiert.
Matthew Sonnenberg ist ein erfahrener Umweltberater mit fast zwei Jahrzehnten Berufserfahrung. Er arbeitet eng mit Kunden und Aufsichtsbehörden zusammen, um Umweltbedingungen zu bewerten, Maßnahmenkonzepte zu entwickeln und Sanierungsmaßnahmen zu leiten. Seine Fachkenntnisse umfassen Standortbegutachtungen, Umweltuntersuchungen, Risikobewertungen und Notfallmaßnahmen bei Verschüttungen.
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Stichworte: Exposition über die Luft, Umweltuntersuchungen, PFAS, Maßnahmen bei Verschüttungen, flüchtige PFAS-Verbindungen