KI in der forensischen Technik: Einblicke von Ahmad Shahroodi von EFI Global

23. Juni 2026

UK EFI spielt eine wichtige Rolle im Ingenieurwesen und in der Beratung
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Dr. Ahmad Shahroodi, P.Eng., CanDACC Adj., Vizepräsident und Leiter des kanadischen Teams für forensische Technik, hielt kürzlich einen Vortrag auf der RIMS Maritime Conference 2026 und gab Einblicke in die zunehmenden Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) auf die forensische Technik. 

In seinem Vortrag„KI: Die Unterstützung der forensischen Technik“hob Dr. Shahroodi hervor, wie KI den Untersuchungsprozess neu gestaltet, indem sie Ingenieuren ermöglicht, große und komplexe Datensätze zu verarbeiten, Fehlermuster zu identifizieren und eine effizientere und konsistentere Ursachenanalyse zu unterstützen. Von der Planung vor der Untersuchung über die Berichterstattung nach der Untersuchung bis hin zur Erstellung des Untersuchungsberichts wird KI zunehmend in jede Phase der forensischen Arbeit integriert.  

Dr. Shahroodi ging auf mehrere wesentliche Vorteile der Einführung von KI ein, darunter: 

  • Verbesserte analytische Tiefe durch die Integration von Sensordaten, Bildmaterial und Simulationen 
  • Schnellere Verarbeitung großer Informationsmengen 
  • Verbesserte Konsistenz und geringere Schwankungen bei technischen Bewertungen 
  • Fortgeschrittene Mustererkennung zur Identifizierung von Anomalien und Ausfalltrends 

 In der Präsentation wurden jedoch auch wichtige Einschränkungen hervorgehoben. KI-Tools sind naturgemäß von der Qualität und Vollständigkeit der verfügbaren Daten abhängig, weisen unter Umständen einen Mangel an Transparenz in den Entscheidungsprozessen auf und können Risiken mit sich bringen, wenn sie ohne angemessene Aufsicht eingesetzt werden.  

Dr. Shahroodi betonte insbesondere, dass KI das Fachwissen professioneller Ingenieure nicht ersetzen könne. Vielmehr diene sie als unterstützendes Werkzeug, das die Fähigkeiten erweitere, während man sich bei der Interpretation der Ergebnisse, der Validierung der Schlussfolgerungen und der Sicherstellung, dass die Ergebnisse technisch fundiert und rechtlich haltbar seien, auf erfahrene Fachleute verlasse. 

„KI unterstützt – aber der Experte hat das Sagen“, lautete ein zentrales Thema des Vortrags, das die anhaltende Bedeutung des ingenieurwissenschaftlichen Urteilsvermögens in einer zunehmend datengesteuerten Welt unterstrich.  

Dr. Shahroodi ist Vizepräsident und Leiter des kanadischen Teams für forensische Ingenieurwissenschaften bei EFI Global, wo er multidisziplinäre Untersuchungen im Zusammenhang mit Bauwerken, Infrastruktur und komplexen Schadensfällen (in allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen) leitet. Seit seinem Eintritt bei EFI Global im Jahr 2021 hat er ein Team von Ingenieuren aus verschiedenen Fachbereichen geleitet, Fehleranalysen an einer Vielzahl von Bauwerken durchgeführt und Gutachten sowie Unterstützung bei Rechtsstreitigkeiten erstellt.  Ahmad ist zudem ein zertifizierter Bundes-Schlichtungsrichter, der von der zuständigen benennenden Behörde gemäß dem Bundesgesetz über die unverzügliche Bezahlung von Bauleistungen (Federal Prompt Payment for Construction Work Act) benannt wurde. Dr. Shahroodi ist befugt, Schlichtungsverfahren im Bauwesen zu führen, die Standpunkte von Klägern und Beklagten zu prüfen und eine Entscheidung zu treffen, die letztendlich vor Gericht vollstreckbar ist. 

Stichworte: Technologie